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Der leichte Regenschauer, der uns auf dem Weg zur Baustelle in Steisslingen treuer
Begleiter war, hat sich nun verzogen. Wegen ein paar Regentropfen unterbrechen die
Arbeiter des Radolfzeller Bauunternehmens Zimmer ihre Arbeit in der Baugrube nicht. Sie
erstellen in einer wunderschönen Wohngegend ein Mehrfamilienhaus, von dem man zwar
noch nichts sieht, dessen Grundriss aber schon erahnen kann. Unter den Bauarbeitern
ist der Maurer-Azubi Benjamin. Dass nicht nur Mauern tägliche Beschäftigung eines
Maurers ist, das weiss Benjamin schon länger. Er schätzt, dass die Arbeiten rund um das
eigentliche Mauern etwa 50 Prozent betragen. Er hat mitgeholfen, die Abwasserrohrleitungen
zu verlegen. Diese werden später an das kommunale Abwassersystem angeschlossen.
Um eine gerade Baufläche zu erhalten, haben die Männer ein sogenanntes
Schnurgerüst erstellt. Jetzt sind sie dabei, die Rohrleitungen mit Erdaushub zu überfüllen
und eine gerade Fläche zu planieren. Hierauf wird dann die Bodenplatte abgeschalt.
Damit auch keine Wellen und womöglich eine schiefe Ebene entsteht, dafür sorgt ein
Laser-Messgerät. Die Station ist fest installiert, die betreffenden Werte sind eingegeben.
Das dazugehörige Signal-Empfängerteil ist an einer Dachlatte verschraubt. Auf diese Art
und Weise kann man jeden Punkt des Bodens auf die richtige Höhe überprüfen und
Unebenheiten mit ein paar Schaufeln Erde ausgleichen. Piep - Piep - Piep - ein paar
Schaufeln Erde da und dort oder mit dem Minibagger etwas weggekratzt - Piiiiiiiieep -
Gerade!
Benjamin hat sich für den Beruf des Maurers schon früh interessiert. Er hat während der
Ferien mehrmals auf dem Bau gearbeitet und auch das Praktikum während seiner
Schulzeit im Bauunternehmen Zimmer absolviert, dem Betrieb also, bei dem er dann später
die Ausbildung beginnen konnte. Nach dem Hauptschulabschluss holte Benjamin
noch den Realschulabschluss nach.
Der Tag beginnt früh für den zukünftigen Maurer. Um Viertel vor sieben ist er in der
Firma. Dann wird Material zusammengestellt, geladen – und ab gehts auf die Baustelle.
In der Regel ist dann um 17 Uhr Feierabend. Es kommt aber doch auch vor, dass eine
Arbeit noch dringend fertiggestellt werden muss. Dann wirds auch mal später. Im
Sommer gehts am Freitag um 12 Uhr ins Wochenende, im Winter wird freitags auch bis
17 Uhr gearbeitet, dafür wird aber auch erst um 8 Uhr begonnen. Grob-Feste Arbeitszeit
wird das genannt.
Die Ausbildung zum Maurer dauert insgesamt drei Jahre. Der Berufsschulbesuch ist ein
Tag pro Woche und jede zweite Woche zwei Tage. Dort wird praktisches und theoretisches
Wissen vermittelt. Ausserdem gibt es noch mehrere überbetriebliche Ausbildungseinheiten
als Blockunterricht im Bauausbildungszentrum Donaueschingen, hier wird rein
praktisches Wissen vermittelt.
Benjamin verrät uns, dass man als Maurer-Azubi schon ganz gut verdient. Im ersten
Lehrjahr hatte er 580 Euro, im zweiten dann 880 und jetzt im dritten Lehrjahr sind es
1080 Euro. Zwar jeweils brutto, aber die Abzüge bei einem Azubi sind nicht so hoch.
Diesen Artikel als Arbeitsblatt: Download PDF
Mehr über Benjamin und seine Arbeit als Maurer-Azubi kannst Du erfahren, wenn Du die
mp3-Dateiei anhörst!
Die Audiodaten sind im MP3-Format
abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt
man einen MP3 fähigen Player den Du hier runterladen
kannst.
Benjamin macht alles platt!
Wir bedanken uns beim Ausbildungsbetrieb

Zimmer Bauunternehmen GmbH
Gewerbestraße 23
78315 Radolfzell
http://www.bauunternehmen-zimmer.de
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