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Giorgio hat nicht nur ein Praktikum gemacht, sondern mehrere und sich in einigen Jobs
umgesehen. Dann endlich hatte seine Suche nach einer Bauberufsausbildung Erfolg und
er wurde in ein Ausbildungsverhältnis bei der Firma Armbruster Fliesentechnik in
Radolfzell übernommen. Vorher hat er die Hauptschule, danach die Werkrealschule
besucht. Der Azubi ist erst 4 Wochen in der Ausbildung, aber den richtigen Umgang mit
dem Verlegemörtel, zu dem die meisten Fliesenkleber sagen, hat er schon erlernt. Zu seinen
oft benutzten Werkzeugen gehören Zollstock, Zimmermannsbleistift, Wasserwaagen
in verschiedenen Längen, ein Sortiment Kellen und die Zahntraufel. Zahntraufel ist eine
rechteckige Metallplatte mit Zähnen auf einer oder beiden Seiten und einem Arbeitsgriff
aus Holz.
Mit dieser Aufstreichkelle wird der Fliesenkleber auf die vorher geglättete Wand aufgetragen,
mit der glatten Seite glattgestrichen und dann mit der Zahnung durchkämmt. Und
zwar in der Menge, dass die Fliesen nur noch leicht angedrückt werden müssen und auf
soviel Fläche, wie Giorgio in einer bestimmten Zeit verarbeiten kann. Sonst ist der Kleber
schnell angetrocknet und kann nicht mehr richtig binden.
Damit die Fliesen auch schön verlegt sind, und an optisch wichtigen Stellen auch ganze
Fliesen sichtbar sind, muss der Raum genau vermessen werden. Dann wird die
Entscheidung getroffen, ob man eine Verlegelinie besser mit ganzen Fliesen oder mit entsprechenden
Teilstücken beginnt. Der Zwischenraum zwischen den Fliesen richtet sich
nach der Fliesengrösse, bei normalen Wandfliesen sind das etwa 2 mm. Wenn die
Wandfliesen im Bad verlegt sind, kommt nach dem Einbau der Badewanne dann noch
der Boden dran. Küchen, Bäder, Flure, aber auch Balkone und Terrassen sind die täglichen
Arbeitsorte des aufgeschlossenen jungen Mannes, der uns schon sehr ausführlich
informieren konnte.
Der Fliesen- Platten- und Mosaiklegemeister Herr Armbruster hält grosse Stücke auf seinen
Azubi, und er bildet den jungen Mann gerne aus. Ausserdem ist der Meister sicher,
dass es in der Zukunft einen Facharbeitermangel geben wird. Die Zeugnisse von Giorgio
waren zufriedenstellend, wichtig war für Herrn Armbruster aber auch, dass Motivation und
Interesse für den Beruf rüberkamen. Von telefonischen Anfragen zwecks
Ausbildungsplatz, wie es manchmal auch vorkommt, hält er gar nichts. Eine vollständige
schriftliche Bewerbung muss sein, nach der Durchsicht der Unterlagen entsteht ein erster
persönlicher Eindruck. Und der kann dann sehr wohl in eine Einladung zum
Vorstellungsgespräch münden. Bei den Zeugnisnoten ist ihm eine gute Mathematiknote
wichtig, während beispielsweise die Noten in Erdkunde und Religion vernachlässigt werden
können. Deutsch ist ihm aber sehr wichtig, da Fliesenleger öfters Kontakte zu den
Kunden haben, seien es nun Architekten oder Privatkunden. Einwandfreie
Kommunikation mit dem Kunden ist auch sehr wichtig für das Vertrauensverhältnis Kunde
- Handwerker. Zur körperlichen Fitness befragt, meint Herr Armbruster nur, wenn ein 16-
jähriger bereits 100 kg wiegt, dann würde er sich in diesem Beruf schwertun.
Diesen Artikel als Arbeitsblatt: Download PDF
Mehr über Giorgio, seine Arbeit als Fliesen- Platten- und Mosaikleger-Azubi und seinen
Ausbilder, Herrn Armbruster, kannst Du erfahren, wenn Du die zwei mp3-Dateien anhörst!
Die Audiodaten sind im MP3-Format
abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt
man einen MP3 fähigen Player den Du hier runterladen
kannst.
Die Aufstreichkelle heisst Zahntraufel
Betriebsinhaber Herr Armbruster
Wir bedanken uns beim Ausbildungsbetrieb

Armbruster Fliesentechnik
Eisenbahnstraße 6
78315 Radolfzell
www.armbruster-fliesen-technik.de
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