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Es ist 12 Uhr mittags und Josef hat gleich Feierabend. Da mag sich manch einer denken,
das will ich auch haben! Aber Josef hat sich diesen frühen Feierabend verdient, einfach
weil er schon um vier Uhr morgens mit der Arbeit beginnt. Kein Problem für den aufgeweckten
21-Jährigen. Man schläft zweimal, zuerst nach Feierabend das
Mittagsschläfchen und man geht abends etwas zeitiger ins Bett als andere. Auch der
Samstag ist ein normaler Arbeitstag, an dem sogar die meisten Aufträge zu erledigen
sind. Denn zum Wochenende möchten die Kunden gerne reichhaltiger und ausgiebiger
frühstücken und auch zum Nachmittagskaffee werden gerne Brötchen, Croissants und
Nussgipfel serviert.
Während seiner Realschulzeit hat Josef das erste Betriebspraktikum gemacht. Er hat sich
damals das Arbeitsgebiet eines Einzelhandelskaufmannes angesehen und aber schnell
gemerkt, dass Büroarbeit ihn unterfordert. Der Bäcker-Azubi betont, dass er schon
damals gemerkt hat, dass nur ein handwerklicher Beruf das Richtige für ihn ist. Denn
Josef ist umtriebig, er muss sich bewegen, er braucht die Handarbeit und eine bestimmte
Arbeitsatmosphäre, die es eben meist nur im Handwerk gibt. Eine nahe Verwandte riet
ihm dann, sich mal mehrere Berufe anzusehen, und beim Bäckerberuf hats dann gleich
gepasst. Vor Beginn der Ausbildung im späteren Ausbildungsbetrieb hat er dort noch ein
Praktikum gemacht und beide Seiten haben dann festgestellt, dass sie zusammenpassen.
Heute wird Josef im Betrieb „Brezelkönig“ genannt. Und nicht ohne Grund. Er hat ein
Gefühl für den Teig entwickelt, man spürt förmlich, dass er gerne Teig herstellt und verarbeitet,
schnell und sicher formen seine Hände die Teigschnüre zu der berühmten
Brezelform. Im Gegensatz zur industriellen Fertigung oder der reinen
Rohlingeverarbeitung sieht eine vom Brezelkönig Josef hergestellte Brezel nach
Handarbeit aus. Keine Brezel hier gleicht genau der anderen, aber das macht auch den
Reiz des Produkts aus.
Während wir fasziniert sind, wie Josef sozusagen aus dem Handgelenk heraus die Brezel
formt, und er sich immer noch nicht die Hände verknotet hat, hat er sogar noch Zeit uns
die Teig-Zutaten zu nennen. Margarine, Mehl, Hefe, Malzbackmittel und Wasser.
Auch seine berufliche Zukunft hat Josef schon geplant. Nach der Ausbildung
und einigen Jahren Gesellenzeit möchte er sich zum Bäckermeister
qualifizieren. Oder ein Ingenieur-Studium Lebensmitteltechnologie beginnen.
Die Grundlagen hierfür schafft sich der Bäckerlehrling durch eine solide
Ausbildung im Handwerksbetrieb.
Der Ausbilder von Josef ist der Bäckermeister und Obermeister der Bäckerinnung
Schwarzwald-Bodensee, Herr Tritschler. Sein Betrieb ist Ausbildungsbetrieb. Es gibt
neben Josef noch drei weitere Bäcker-Azubis und noch vier Bäckereifachverkäuferinnen-
Azubis. Von Bewerbern zum Bäckerberuf erwartet Herr Tritschler einen Haupt- oder
Realschulabschluss, bestimmte körperliche Voraussetzungen und ein gewisses Mass an
Teamfähigkeit. Das Vorhandensein von Muskelkraft spielt im Bäckerberuf heute keine
wichtige Rolle mehr, die Hundert-Kilo-Mehlsäcke sind Geschichte. Deshalb fordert Herr
Tritschler auch ausdrücklich Mädchen auf, sich mal den Bäckerberuf praktisch anzusehen
und sich mit den Ausbildungsinhalten des Berufes mal vertraut zu machen. Spass an der
Getreideverarbeitung, an der Teigherstellung und der Backwarenproduktion insgesamt ist
ihm wichtig. Und eines gilt für Mädchen und Jungen gleichermassen: Ein Praktikum ist
sehr wichtig, ohne dieses geht nichts.
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Mehr über Josef, seine Arbeit als Bäcker-Azubi und über seinen Ausbilder, Herrn
Tritschler, kannst Du erfahren, wenn Du die zwei mp3-Dateien anhörst!
Die Audiodaten sind im MP3-Format
abgespeichert. Um diese anzuhören benötigt
man einen MP3 fähigen Player den Du hier runterladen
kannst.
Brezelkönig Josef Towalde
Herr Tritschlers Bewerbungstipps
Wir bedanken uns beim Ausbildungsbetrieb

Bäckerei Tritschler
Görlitzer Strasse 5
78052 VS-Villingen
www.baeckerei-tritschler.de
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